Nachlese Erlanger Nachrichten vom 6.3.21012

aus dem Bericht der Erlanger Nachrichten vom 6.3.2012:

Im Rahmen der ,,5. Erlanger Blockflötentage” gab das vierköpfige Ensemble FrameOut Rhythm ein gut besuchtes Konzert im Großen Saal des Freizeitzentrums Frankenhof. Was fällt nun bei “FrameOut Rhythm” aus dem Rahmen konventioneller Barockmusikinterpretation? Es ist in erster Linie die Besetzung mit dem Perkussionisten Holger Mertin, der mit kleinem, aber differenziertem Schlagwerk die Musik “aufpeppt”.

Der Mann ist mit vollem Körpereinsatz dabei, betrommelt sich, den Saal, Stufen und sein Instrumentarium, belebt improvisatorisch, mal solistisch, mal begleitend das strenge Gerüst französischer Barockmusik. Das gefällt, begeistert auch die zahlreichen ganz jungen Zuschauer: Da gibt’s was zum Gucken, da wird mitgewippt, getrommelt, gelauscht, da sind tolle Überraschungen dabei. Die anderen drei Mitglieder von “FrameOut Rhythm” fallen weniger aus dem Rahmen, sondern bilden diesen: eine solide, virtuose, bestens barock präparierte Begrenzung für die musikantischen Exaltationen von Holger Mertin.

Blockflötist Dominik Schneider nutzt das reichhaltige Instrumentarium, agiert lebhaft und moderierend, spielt sich bühnenwirksam, virtuos glanzvoll, kompetent durch das Barockmusikrepertoire. Die beiden Damen Justyna Niznik (Violine) und Marta Dotkus (Cembalo) sekundieren kollegial und gewandt. […]

Durch das räumliche Agieren, die improvisatorischen Einschübe verliert die Musik bei “FrameOut Rhythm” ihre oftmals vorgeworfene Statik. Am Ende des ersten Teils musiziert das Ensemble mit einigen Gruppen der Musikschule eine im Workshop zusammengestellte Variationenfolge des berühmten “Follia”-Themas. Viel Spaß haben die Erwachsenen bei der angeleiteten Body-Percussion unter der temperamentvollen Führung von Holger Mertin.

So geht’s erfrischend durchs Programm von Lully, Marais, Couperin über Uccelini, Falconiero bis hin zu Bach und Vivaldi. Besondere Freude evoziert die percussionistisch wild-robuste Interpretation barocker Türkenmode im “Turcaria” von J.J. Fux. Aufdrehender offizieller Rausschmeißer werden Vivaldis “Follia”- Variationen. Das sitzt, kulminiert wirbelnd. Das Getrommel pointiert die virtuose Entwicklung des “Wahnsinns-Themas” – denn nichts anderes bedeutet “Follia”.

Stürmischer Beifall im ganzen Publikum für Musik und deren publikumsnahe Vermittlung, sowie zwei gewitzte Zugaben. Klasse, wenn vermeintlich “langweilige” Barockmusik so begeistert, selbst die ganz Kleinen mitnimmt, eingrenzt – ein echtes “Frame-In”!

SABINE KREIMENDAHL

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März: Erlangen (3.3.) – Heldenbergen (4.3.)

Die nächsten beiden Konzerte mit FrameOut Rhythm finden am kommenden Wochenende in Erlangen und Heldenbergen statt:

FrameOut Rhythm

03.03.2012 19:00 Uhr Erlangen
Frankenhof – Großer Saal
Südliche Stadtmauerstraße 35, 91054 Erlangen
www.blockfloetentage.de
Pressenotiz

04.03.2012 17:00 Uhr Heldenbergen
Katholische Kirche
Pfarrgasse 27, 61130 Nidderau – Heldenbergen

FrameOut Rhythm
Justyna Niznik – Violine
Dominik Schneider – Flöten
Marta Dotkus – Cembalo
Holger Mertin – Percussion

Nachlese aus KURinNRW vom 15.06.2011

Das Magazin KURinNRW berichtete über das vergangene Konzert in Essen Borbeck:

Wenn sich am Freitagabend im Schloss Borbeck die Flügeltüren zum Residenzsaal öffnen, darf man gewiss sein, dass dem Besucher ein besonderer musikalischer Abend bevor steht.

Letzte Woche gastierte das noch junge Ensemble FrameOut, im renommierten Wasserschloss. […] Mit von der Partie war der Schlagzeuger Holger Mertin, der die eintretenden Konzertbesucher bereits musikalisch einstimmte. [...]

FrameOut Rhythm in Essen Borbeck

FrameOut spielten nicht nur außerordentlich präzise und rhythmisch, sondern auch mit einer Frische und Modernität, die ihres Gleichen sucht. Alte Musik klingt hier eben nicht „angestaubt“ – wie so oft – sondern quicklebendig und mitreißend. Das „Projekt“, wie die jungen Musiker selbst gerne sagen, besticht darüber hinaus mit Klarheit, Brillanz und Harmonie.

Ganz sicher muss man sich den Namen dieser Gruppe merken: FrameOut!

KURinNRW, 15.06.2011, Sylvia Neumann